Vereins - Chronik

(*Kurzfassung)

der Kleingartenanlage „Ringbergbergblick e.V. Suhl“ am Bocksberg 

ab 1975 bis zur Gegenwart.

 

Die gesamte Chronik ist bei unserem Vereinsmitglied, Herrn Schröder einzusehen.

 

1975 

Auf Einladung des Kreisverbandes Suhl des VKSK versammelten sich in der Lauterschule Suhl 

23 Interessenten und berieten über die Schaffung einer Gartenanlage am Bocksberg.

Im April fand die G r ü n d u n g s v e r s a m m l u n g der Sparte II „D S F „ (Deutsch- Sowjetische- Freundschaft) am Bocksberg statt.

Für 76 Kleingärten begann im Frühjahr die Erschließung der Grundstücke

mit einer Wegeführung, Verlegung von Strom und Wasserleitungen sowie die

Einzäunung des gesamten Geländes.

 

1976 

Der erste Bungalow wurde fertiggestellt.

 

1977

Entsprechend der Konzeption zur Errichtung eines Kleingartenparks am 

Bocksberg werden in freiwilliger Arbeit 300 Stück Obstbäume und Beerensträucher gepflanzt. 

Im Juli erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau des Spartenheimes.

 

1978 

Zu den Feierlichkeiten aus Anlass der 450 Jahr-Feier der Stadt Suhl stellt sich 

unser Verein im Festumzug erstmals öffentlich vor.

Im August findet das erste Gartenfest statt.

 

1979 

Anerkennung der Gartenanlage als „Staatlich erkanntes Erholungsgebiet“

In der Jahreshauptversammlung wurde der Beschluss für den Bau eines

BHG-Gebäudes (Bäuerliche Handelsgenossenschaft) gefasst und in nur 8 Wochen 

im Rohbau errichtet. Im August erfolgte die Einweihung des Spartenheims.

 

1980 

Leistungsschau zum 5-jähriges Bestehen der Kleingartenanlage.

Bau einer Toilettenanlage für das Spartenheim. 

Besuch von Kleingärtnern aus Kattowice, VR Polen.

 

1980/81 

Die gesamte Anlage hat einen hohen Schaden an Wildverbiss zu beklagen.

300 m Hauptwasserleitung wurden verlegt. Eine echte „Knochenarbeit“ war das.

 

1981 – 1985

Schwerpunkte der Arbeiten waren jetzt der Weiterbau des Außenzaunes, Fertigstellung des Spartenheimes und der BHG-Verkaufseinrichtung, der Strom- und Wasserversorgung, das Anlegen der Gemeinschafts- Obstanlage (Sauerkirschen) und 

die Gestaltung des Hauptweges. 

 

Im DDR- Fernsehen wird die Sendung „Du und dein Garten“ ausgestrahlt, die in unserer Anlage gedreht wurde und viele Menschen der Republik mit den Leistungen der Kleingärtner aus Suhl vertraut macht.

 

1990

Mit der Wende vollzogen sich im persönlichen Leben der Kleingärtner und in der Arbeit des Vorstandes tiefgreifende Veränderungen.

Wichtigstes Ziel der Arbeit war es, den Bestand der Kleingärten zu sichern. 

Unterstützung erhielten wir dabei durch den Stadtverband der Kleingärtner, die Stadtverwaltung, das Garten-und Umweltamt und das Bauaufsichtsamt.

Gründung des Kleingartenvereins „ Ringbergblick e. V. „ und Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht Suhl unter der Nr. 126.

 

1991

Unser Verein beschließt den Beitritt zum Stadtverband Suhl der Kleingärtner e.V.

 

1994

Auf Grund intensiver Bemühungen der Alteigentümer, ihre ehemaligen Flächen in der Anlage zurück zu erhalten, erfolgt eine Begehung durch den Stadtverband und das Gartenamt Suhl.

Es wird festgestellt, dass die betreffenden Flächen kleingärtnerisch genutzt werden und die Forderungen daher unberechtigt sind.

Der Vorstand beschließt, mit diesen Bürgern eine Veranstaltung und Besichtigung der Anlage durchzuführen. Daraus entwickelt sich eine schöne Vereinstradition in den Folgejahren.

Gemeinsame Beratung der Vereinsvorstände „Ringbergblick „ und „Hinterer Bocksberg „ zur Vertiefung der Zusammenarbeit und die Erhaltung und Nutzung des Spartenheimes als gesellschaftliches Zentrum aller Vereine am Bocksberg

 

1994 / 1995

Insgesamt erfolgten 14 Einbrüche in Bungalows mit zum Teil erheblichen materiellen Schäden. Die Notwendigkeit ständiger Kontrollen auch in Monaten der „Gartenruhe „, eine Forderung des Vorstandes, findet damit Bestätigung.

 

1995

Erstmals wird im Verein ein Osterfeuer abgebrannt und damit eine Tradition begründet.

Die Parkmöglichkeiten entlang der Straße am oberen Teil der Anlage werden mit Hilfe schwerer Technik und hohem körperlichen Einsatz verbessert.

Das Spartenheim verwandelt sich anlässlich des 1.Schützenfestes am Bocksberg zu einer echten Wettkampfstätte.

Der Frühschoppen war für alle Teilnehmer Gelegenheit zum Feiern und für den Gedankenaustausch. 

Höhepunkt des Gartenjahres war die Festveranstaltung zum 20.Jahrestag des 

Bestehens unserer Kleingartenanlage „Ringbergblick „ Suhl. 

 

1995 / 1996

Am 29.Oktober überraschte uns der erste Nachtfrost und am 3. November fiel der erste Schnee.

Nach 116 Tagen Frost und 47 Tagen mit Schneefall war der Winter am 12.April 1996 vorbei.

In 3 Bungalows wurde eingebrochen. Zum Glück entstand nur geringer Sachschaden.

 

Unterzeichnung des Pachtvertrages zwischen dem Stadtverband Suhl und unserem Verein „Ringbergblick“.

Auf dieser Grundlage wurden die neuen Zwischenpachtverträge mit den Mitgliedern unserer Anlage erarbeitet. Die Rechte und Pflichten der Pächter waren darin entsprechend den rechtlichen Grundlagen, besonders dem Bundeskleingartengesetz, geregelt.

 

1997

13 Gartenfreunde des Vereins nehmen am Gegenbesuch bei den Kleingärtnern in Moers teil.

In 4 Anlagen und beim Stadtverband konnten sie sich überzeugen, dass die Kleingärten sehr intensiv genutzt werden. Der Erfahrungsaustausch wurde fortgesetzt.

Eine Stadtrundfahrt , eine Hafenrundfahrt im größten Binnenhafen Europas, Duisburg, die Besuche in den KGA“ Wiesengrund “,“ Eulendick “ und die Teilnahme an der Feier zum 40. Vereinsjubiläum in der KGA“ Grafschaft “ waren Höhepunkte dieser Reise.

Der Stadtverband hatte für die Delegation zum Abschied zur „ Niederrheinischen Kaffeetafel “ geladen.

 

Dezember - Adventsfeier des Vereins war eine tolle Sache für die 50 Teilnehmer.

Die Joel-Gemeinde Suhl mit den Mundartsprechern und den Nachtwächtern sorgten mit so manchem heiteren „Knoatsch“ für eine tolle Stimmung. Das war ein toller Jahresausklang 1997!

 

1998 

Der Stadtverband Suhl schätzt die Ergebnisse unseres Vereins bei der Verwirklichung der Konzeption „Garten 2000“ positiv ein.

Über die Aufstellung von Kleingewächshäusern kann der Vorstand auf Antrag jetzt selbst entscheiden.

Dezember - Letzte Sitzung des Vorstandes im Gartenjahr.

Es wurde eine positive Bilanz der Arbeit gezogen.

Das konsequente Eintreten für den Erhalt der Gärten hat trotz verstärkter Bemühungen der privaten Eigentümer den Bestandsschutz gesichert.

Entsprechend dem Bundeskleingartengesetz gilt es weiter konsequent in dieser Richtung zu arbeiten.

 

1999 

Es wurde eingeschätzt, dass bisher erst 30 Kleingartenanlagen in den Flächennutzungsplan der Stadt Suhl eingeordnet sind und der B.-Plan noch immer nicht beschlossen ist.

Es bleibt daher das Ziel der Vereinsarbeit, alles zu tun, damit unsere Anlage als Dauerkleingarten anerkannt wird. Das erfordert vor allem verstärkte Arbeit mit den Gartenfreunden (17 %), deren Gärten in allen Punkten dem Bundeskleingartengesetz widersprechen.

Der Vorstand schätzte den Abschluss der Ausforstungsarbeiten in der 1.Etappe ein. Im Gartenjahr werden diese Arbeiten weitergeführt.

Im September fand eine Exkursion mit 43 Gartenfreunden zur Bundesgartenschau Magdeburg statt. Der Besuch war für alle Teilnehmer ein tolles Erlebnis. Viele Anregungen für die eigene kleingärtnerische Arbeit wurden gesammelt.

 

02./03. Oktober 1999 - 1. Suhler Gartenschau und Seniorenaktionstage.

Zum ersten Mal seit der Wende wird eine Tradition der Kleingärtner wieder belebt. Stadtverband und alle Vereine der Stadt Suhl, gut unterstützt durch das Garten.- und Umweltamt und die Stadtverwaltung und den Seniorenbeirat führen diese Veranstaltung durch, die eine große Besucherresonanz findet.

 

2000

Veranstaltung zum 25.Jahrestag der Vereinsgründung mit Gründungsmitgliedern, ehemaligen Vorstandsmitgliedern, aktiven Helfern und Ehrengästen.

2.Suhler Gartenschau und Seniorenaktionstage.

28 Vereine, darunter auch unser Verein, beteiligten sich daran. Besondere Attraktionen waren das Terrassen-Cafe, die Obstausstellung und die Kulturangebote.

„Suhl ist eine Gartenstadt“ stellte der Vorsitzende des Stadtverbandes fest. Die Gartenschau hat dazu beigetragen, die Freizeitbeschäftigung der Kleingärtner und den Einsatz bei der Pflege des öffentlichen Grüns einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen und zugleich für unser schönes Hobby zu werben.

 

2001

Durch den Stadtrat Suhl erfolgt der Satzungs- Beschluss für den „Kleingartenpark Bocksberg „.

Damit ist der jahrelange Kampf der Kleingärtner um die Anerkennung als Dauerkleingarten endlich belohnt worden.

Gartenfreund Alfred Habla wird durch Staatsminister Dr. Volker Sklenar mit der „ Ferdinand-Gerstung-Medaille “ ausgezeichnet. Damit werden seine Verdienste für die Thüringer Bienenhaltung-und Züchtung gewürdigt.

 

2002 

Das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar beschließt über den Status des „Kleingartenpark Bocksberg „ als Dauerkleingarten.

3.Suhler Gartenschau im CCS und Seniorenaktionstage.

Viele Besucher konnten sich anhand der ausgestellten Gartenerzeugnisse und vieler anderer Exponate vom Fleiß der Kleingärtner und Siedler überzeugen.

Unser Verein hat sich mit Erzeugnissen der kleingärtnerischen Arbeit und in Wort und Bild vorgestellt.

 

2004 

„Suhler Gartentag „ am Bocksberg und Gartenfest unseres Vereins.

Der Vorsitzende des Stadtverbandes begrüßt viele Gäste und während eines Rundganges durch die Anlagen können sie sich von der Artenvielfalt an Blumen. Pflanzen und Bäumen über- zeugen. Besonders beachtet werden die Wetterstation mit Schiefersteinpendel und die Kräuterspirale . Großen Zuspruch finden eine Pflanzenbörse und ein Quiz zur Artenbestimmung von Pflanzen, Blumen und Bäumen.

Das Programm des Ziegenberger Carnevalsclub und des Jugendblasorchesters Suhl begeisterten die Zuschauer.

Kaffeetafel mit 14 gespendeten Kuchen, die Rundumversorgung bis in die Abendstunden und die Tanzveranstaltung zum Ausklang hinterließen bleibende Eindrücke bei den Gästen.

 

2005 

Festliche Mitgliederversammlung zum 30-jährigen Bestehen unseres Kleingartenvereins.

Gartenfest bei schönem Wetter ! Ein tolles Erlebnis für alle Teilnehmer!

Ca. 100 Gartenfreunde und ihre Gäste nahmen an der Kaffeetafel teil und ließen sich die 18 Kuchen, die von unseren Frauen bereitgestellt wurden, gut schmecken.

Nach Jahren einer gewissen „Kinderlosigkeit“ fand in diesem Jahr die Kinderbelustigung regen Zu- Spruch durch die Kinder bzw. Enkel.

Das Bemalen von Gipsfiguren war dabei der große Renner.

Nach Musik des Alleinunterhalters Manfred Heller aus Suhl wurde dann ab 19.00 Uhr das Tanzbein geschwungen.

 

2006 

1-Euro-Jobber leisten eine vorbildliche Arbeit zur Neugestaltung der 

Außenanlagen um das Vereinshaus, die Gestaltung des Rundwanderweges, die Befestigung der Hauptwege und des Parkplatzes und der Gestaltung des Kleingartenparkes.

Der Vorstand stimmt dem Patenschafts-Vertrag unseres Vereins mit der Ringbergschule Suhl Nord zu und beschließt erste Maßnahmen zur Unterstützung der Schulgarten-Arbeit.

Mit unserer Hilfe wurde der Schulgarten für den Wettbewerb „Unsere Stadt blüht auf „ gestaltet. 

Mainz: ZDF-Fernsehgarten auf dem Lerchenberg.

Hier findet die Auszeichnungs-Veranstaltung im Bundeswettbewerb „Unsere Staat blüht auf „ statt und mit Beginn der Veranstaltung schien die Sonne. 

Große Begeisterung, als an die Suhler Delegationsleitung die Silbermedaille überreicht wurde. 

Unser Partnerverein „Hinterer Bocksberg e.V. „ Suhl erringt im Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ eine Goldmedaille und einen „ Sonderpreis für vorbildliche Sicherung von Kleingärten durch eine nachhaltige und zukunftsorientierte Kleingartenpolitik der Kommune und des Kleingartenwesens

 

2007 

Begann das Jahr der Wildschwein-Plage, der Kartoffelkäfer und der Schnecken.

In 27 Gärten wurden z.T. die Kartoffelflächen total vernichtet. 

Verbunden mit einer „Vorortbesichtigung“ des Stadtverbandes am Bocksberg findet eine Beratung mit dem Stadtförster, Vertretern der Unteren Jagdbehörde und den 4 Vereinsvorsitzenden statt.

Fazit: Die sicherste Maßnahme zur Vermeidung weiterer Wildschäden ist ein gesicherter Außenzaun. Das ist sowohl Aufgabe der Vereine, aber auch vor allem der Gartenpächter am Außenzaun.

 

2008 

Die Arbeiten am Außenzaun werden fortgesetzt. Es beteiligen sich 25 Mitglieder.

Der Vereinsvorsitzende wendet sich mit einem offenen Brief an alle Mitglieder.

In Sorge um den Weiterbestand des Vereins fordert er eine aktivere Mitarbeit von allen Mitgliedern und größere Aktivitäten zur Verwirklichung der Aufgaben. 

Er ruft dazu auf, sich für die Übernahme von Funktionen im Vorstand und in den Kommissionen bereit zu erklären.

Dezember - Noch immer finden Wildschweine durch Löcher im Außenzaun den Weg in unsere Anlage. In der Anlage werden auch Hirsche fotografiert. Sie richten aber keine Schäden an.

 

2009

Unser Verein ist jetzt per Internet mit der Welt verbunden. 

Unsere Adresse: www.kgv-ringbergblick.de

Die Internetseite gibt einen umfassenden Überblick zu allen Seiten des Vereinslebens, bietet die freien Gärten zum Verkauf an, stellt den Vorstand vor und informiert über das Vereinsleben und Höhepunkte im Gartenjahr in Wort und Bild.

 

2010

Der Pächter der Parzelle 30 wird in seinem Bungalow ermordet aufgefunden.

Polizei, Mordkommission, Ärzte und Funk und Fernsehen im Großeinsatz stören die Pfingstruhe in der Anlage. 

Fassungslosigkeit und Unverständnis waren Haupttenor der Meinungen unserer Mitglieder.Der Prozess wegen des Mordes in unserer Anlage am 23.Mai des Jahres wird durchgeführt. Als mutmaßlicher Mörder ist der Freund des Getöteten angeklagt. Er erhielt 12 Jahre Gefängnis.

 

Der Ober-Bürgermeister der Stadt Suhl löst sein Versprechen vom 16.April ein. 

Mit einer praktischen Vorführung in der Parzelle 91 „baut „ er gemeinsam mit seinem Vater fachgerecht eine Konifere ab. Diese Aktion findet große Zuschauerresonanz unserer Mitglieder. Das Angebot zur Gewinnung von Abdeckreisig wird umfassend genutzt.

 

2011

Die Kleingärtner am Suhler Bocksberg werden Gartenerzeugnisse für die Versorgung der Bedürftigen (Suhler „Tafel“ bereit stellen.

Am 1. Gartenstammtisch nahm der Leiter der Suhler „Tafel“ teil und sprach zu den Problemen der Versorgung der wirklich Bedürftigen der Stadt Suhl. In seinem Versorgungsbereich sind es 700 Bürger, davon ein Drittel Kinder.